Finanzberater in Bremen – worauf sollten Sie achten?

Finanzberater – die kleinen und großen Unterschiede

Ein Finanzberater ist jemand, der zu Finanzen berät. Soweit scheint schon mal alles klar. Doch der Begriff „Finanzberater“ ist nicht geschützt.

Grundsätzlich definieren Gesetze, Gewerbeordnung und Richter bisher folgende „Berater-Begriffe“ im Bereich Finanzdienstleistungen:

  • Versicherungsmakler (§ 59 VVG, § 34d GewO) und unabhängige Finanzanlagevermittler (§ 34f GewO) beraten und vermitteln frei von Gesellschaften Verträge. Versicherungsmakler sind Sachwalter und beide somit Interessenvertreter Ihrer Mandanten. Abschluss- und Bestandscourtage ist bereits – sofern keine Honorartarife gewählt werden – in den Beiträgen für die Produkte enthalten. Manche Vertriebe (z.B. MLP) haben den Status eines Versicherungsmaklers, vermitteln jedoch nur vorgegebene Produkte.
  • Versicherungsvertreter (§ VVG, § 34d GewO) bzw. Mehrfachagenten, Bankberater, etc. (auch DVAG, OVB, Tecis, etc.) vermitteln Produkte angeschlossener Gesellschaften und sind weisungsgebunden. Abschluss- und Bestandsprovision ist bereits – sofern keine Honorartarife gewählt werden – in den Beiträgen für die Produkte enthalten. Oftmals werden zusätzlich als Ansporn Bonifikationen oder Zusatzprovisionen nach Umsatzvorgaben bezahlt.
  • Versicherungsberater (§34e GewO) und Honorar-Finanzanlagenberater (§34h GewO) prüfen, beraten und vermitteln Versicherungsschutz bzw. Finanzanlagen. Sie agieren unabhängig vom Produktgeber und dürfen vom Produktgeber keine Provision erhalten. Für die Dienstleistung zahlt ausschließlich der Auftraggeber.

Diese Berater bzw. Vermittler haben alle eines gemeinsam:

  • sie besitzen die Zulassung einer staatlichen Behörde (i.d.R. IHK, Gewerbeamt),
  • sie sind im staatlichen Vermittlerregister eingetragen (www.vermittlerregister.info),
  • sie besitzen überwiegend einen staatlich anerkannten Abschluss (Sachkundenachweis),
  • sie besitzen eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung oder stehen unter einem Haftungsdach.

Seriöse Berater werden Sie als Verbraucher

  • nicht ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung zu Hause anrufen,
  • werden Ihnen im ersten Kontakt offengelegt werden, welchen Status er/sie hat, welche Gesellschaften er/sie vermitteln kann und von welcher Seite er/sie womöglich wie viel Geld erhält,
  • werden Sie viel fragen, um Ihren Bedraf bzw.Ihre Wünsche zu erfahren,
  • und Ihnen schriftlich die Gesprächsinhalte und Empfehlungen aushändigen (gesetzlich vorgeschriebene Dokumentation).

Sie sehen, inzwischen ist alles schön ordentlich reguliert – und der Berater muss viel Wissen haben.

Das war alles?

Nein. Sie können selbstverständlich auch zu so genannten Verbraucherschützern gehen. Dann sollten Sie jedoch nachfragen, ob diese für ihre Empfehlungen auch haften, welche fachliche Qualifikation der Berater besitzt und wovon dieser lebt. Das gleiche gilt auch für Internet-Meinungen – denn schließlich geht es um Ihr Geld.

Handyvertrag, Urlaubsplanung oder Finanzberatung?

Selbstverständlich sollten Sie sich grundsätzlich vorher informieren, welche qualifizierte Ausbildung der Berater hat, über wie viele Jahre Erfahrung er in der Branche verfügt – und vor allem, ob dieser die Produkte nach Ihren Wünschen auswählt oder Sie für seine Gesellschaft. Informationen erhalten Sie zum Beispiel im Impressum oder Vermittlerregister.

Und die Qualität der Produkte? Hier hilft ein guter Finanzberater, er anlysiert Ihre Situation, zeigt Ihnen die Risiken auf und legt Ihnen Vertragskosten offen (soweit dies bei Versicherungen überhaupt möglich ist).

Weitere Informationen finden Sie auf „Was ist ein Finanzlotse?“


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